1. Patienten mit hohem Fieber und akuten Entzündungen:
– Wenn Sie sich in der akuten Phase einer Infektion wie einer Erkältung mit Fieber, Mandelentzündung oder Lungenentzündung befinden oder unter innerer Hitze (Shí rè) oder Yin-Mangel-Hitze (Yīn xū fā rè) leiden, kann Moxibustion das „Feuer“ anheizen und den Zustand verschlimmern – vergleichbar mit „Öl ins Feuer gießen“.
2. Personen mit hypertensiver Krise, Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) und starken Stimmungsschwankungen:
– Bei Personen mit instabilem Bluthochdruck, in der aktiven Phase einer Schilddrüsenüberfunktion oder bei denen, die in letzter Zeit extrem gereizt oder aufbrausend sind, könnte die wärmende und Yang-stärkende Wirkung der Moxibustion einen weiteren Anstieg des Blutdrucks oder eine Verstärkung der emotionalen Erregbarkeit bewirken.
3. Schwangere:
– Insbesondere der Lenden-Kreuz-Bereich und der Unterleib von Schwangeren sollten absolut tabu für Moxibustion sein, um den Fötus nicht zu gefährden oder Wehen auszulösen. Wenn Moxibustion während der Schwangerschaft an anderen Stellen in Betracht gezogen wird, muss dies unbedingt unter Anleitung eines erfahrenen Arztes/Therapeuten erfolgen.
4. Personen in extremer Erschöpfung, bei starker Unterzuckerung (Hunger), nach übermäßigem Essen oder unter Alkoholeinfluss:
– In einem instabilen körperlichen Zustand (wie starkem Schwitzen, schwerem Durchfall, extremer Müdigkeit) oder bei Bewusstseinstrübung kann Moxibustion zu Störungen des Qi- und Blutflusses führen oder aufgrund einer verminderten Hautempfindlichkeit Verbrennungen verursachen.
5. Personen mit Hauterkrankungen oder Empfindungsstörungen:
– Moxibustion sollte nicht an Stellen mit Hautverletzungen, Geschwüren, Infektionen oder stark ausgeprägtem Ekzem angewendet werden.
– Diabetiker sind aufgrund von Nervenschäden (periphere Neuropathie) oft temperaturempfindlich. Sie spüren Hitze nicht rechtzeitig und erleiden leicht unbemerkt Verbrennungen, die zudem schlecht heilen. Hier ist äußerste Vorsicht geboten; im Zweifel sollte darauf verzichtet werden.
6. Personen mit speziellen Konstitutionstypen:
– Konstitution vom Typ „Yin-Mangel mit überschießendem Feuer“ (Yīn xū huǒ wàng): Menschen, die typischerweise unter Hitzegefühlen in Handflächen und Fußsohlen, Mundtrockenheit, Durst, Nachtschweiß und einer roten Zunge mit wenig Belag leiden. Bei ihnen kann unbedachte Moxibustion die Yin-Körperflüssigkeit weiter schädigen und das innere Feuer (xū huǒ) verstärken.
– Allergiker: Personen, die allergisch auf Moxa-Rauch reagieren oder bei Hautkontakt mit Moxa-Wolle starke allergische Reaktionen zeigen.
Hinweis: Wenn Sie sich unsicher sind, ob Moxibustion für Sie geeignet ist, empfiehlt es sich, vor Beginn einen Arzt für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) oder einen erfahrenen Therapeuten zu konsultieren.
