Als Masseur habe ich meinen eigenen Maßstab für „Gesundheit“. Manchmal ist ein Gast, den der Arzt für völlig gesund hält, in meinen Augen bereits nicht mehr im Gleichgewicht.
Nach meinem Verständnis ist ein Körper nur dann wirklich gesund, wenn alle Muskeln weich und elastisch sind und sich keine Verhärtungen oder strangartigen Verspannungen ertasten lassen. In der Welt der Erwachsenen ist dieser Idealzustand jedoch kaum zu finden.
Langes Sitzen bei der Arbeit, schulischer oder beruflicher Druck, ungesunde Gewohnheiten, zunehmendes Alter und mangelnde Bewegung – all das stört nach und nach das natürliche Gleichgewicht des Körpers. Probleme mit Muskeln und Faszien entstehen auf diese Weise schleichend über einen langen Zeitraum. Viele Gäste leiden unter wiederkehrenden Schmerzen, die sich über Monate oder Jahre aufgebaut haben.
Deshalb ist es unrealistisch zu erwarten, dass eine einzige Massage alle Beschwerden beseitigt. Eine echte Besserung erfordert zwei Säulen: regelmäßige eigene Übungen und regelmäßige Tui-Na-Massagen.
Dabei ist die eigene körperliche Aktivität das A und O. Die Massage kann Ihnen helfen, Beschwerden zu lindern und eine Verschlimmerung zu verhindern, aber sie kann Ihre eigene Anstrengung nicht ersetzen. Um eine nachhaltige Verbesserung zu erreichen, ist es unerlässlich, langfristig zu trainieren und gleichzeitig in regelmäßigen Abständen Massagen in Anspruch zu nehmen.
Als Übungsform empfehle ich ausdrücklich das traditionelle chinesische Baduanjin – es ist einfach zu erlernen und sehr wirkungsvoll. Ich rate Ihnen, es morgens und abends jeweils einmal zu praktizieren, etwa 12 Minuten pro Einheit. Die Häufigkeit der Massagen können Sie je nach Ihrem persönlichen Befinden individuell planen.
